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| Athenäus |
AthenäusAthenaios (Athenäus) (Ende des 2./Anfang des 3. Jahrhunderts n. Chr.) war ein griechischer Rhetor und Grammatiker und stammte aus Naukratis in Ägypten.
Athenäus lebte anfangs in Alexandria, später in der Hauptstadt Rom.
Sein Hauptwerk sind die Deipnosophistai (Gastmahl der Gelehrten), insgesamt 15 Bücher, von denen die ersten drei nur in Auszügen vorhanden sind. Hierin behandeln der Gastgeber Pontifex Larensius und seine insgesamt 29 Gäste die altgriechische Sitten und Gebräuche, das Alltagsleben, die zeitgenössische Kunst und Wissenschaft in Form von Tischgesprächen aus. Durch die zahlreichen Zitate ersetzt die Sammlung den Verlust zahlreicher Werke von Schriftstellern der Epoche. Er verfasste ebenfalls ein Werk über Kriegsmaschinen.
Ausgaben:
- Casaubonus: Text und Übersetzung. (Genf 1597). Kommentar (Lyon 1600)
- Schweighäuser: Text mit lat. Übersetzung nach den Handschriften. 14 Bde. (Straßburg 1801-1807)
Kategorie:Philologe
Kategorie:Rhetorik
Kategorie:Grammatiker
Kategorie:Grieche
Kategorie:Mann
2. Jahrhundert
Das 2. Jahrhundert begann am 1. Januar 101 und endete am 31. Dezember 200.
Es ist die Epoche der Antike.
Zeitalter/Epoche
- Das Römische Reich erreicht unter der Herrschaft der fünf Adoptivkaiser Nerva, Trajan, Hadrian, Antoninus Pius und Marcus Aurelius, die Blütezeit seiner Entwicklung: seine Ausdehnung reicht vom Persischen Golf bis zum Atlantik, das Straßennetz umfasst mit über 75.000 km nahezu das Doppelte des Erdumfangs. Es beherbergt nun rund 100 Millionen Einwohner, eine Zahl die später nie mehr erreicht werden wird.
- Im Kaiserreich China wird das Papier erfunden und damit die Voraussetzung Gedanken und Erfahrungen auf unkomplizierte Weise niederzulegen, weiterzugeben und aufzubewahren. Ein entscheidender Grundstein für die Weiterentwicklung der menschlichen Kultur ist gelegt.
Ereignisse/Entwicklungen
Politik & Gesellschaftsordnung
- der nach Kaiser Hadrian benannte Hadrianswall wird im 1. Viertel des 2. Jahrhunderts fertiggestellt; er dient zur Sicherung der römischen Besitztümer in Britannien
Kriege & Revolutionen
- der 2. Dakerkrieg (101 bis 106) findet statt
- Markomannen-Kriege (166 bis 180)
- drei Partherkriege
Kultur, Kunst, Wirtschaft & Soziales
- Hebammen werden im römischen Reich den Ärzten gleichgestellt (um 130)
Persönlichkeiten
- Hadrian, römischer Kaiser spanischer Herkunft. Sicherte das Reich auf friedliche Weise und gab fast alle Eroberungen Trajans wieder zurück; führte mit den Sklavenschutzgesetzen als erster Anfänge eines allgemeinen Menschenrechts ein
- Archigenes, römischer Arzt aus Syrien. Begründer der Zahnheilkunde
- Soranos, römischer Arzt aus Kleinasien. Begründer der wissenschaftlichen Frauenheilkunde und Geburtshilfe
- Antoninus Pius, römischer Kaiser aus Gallien. Wie Hadrian ein Verfechter der friedlichen Sicherung des Reiches. Verbot die Verfolgung von Menschen aus Glaubensgründen und erweiterte die Rechte der Sklaven
- Mark Aurel, römischer Kaiser. Erster Kaiser, der die Regierungsgewalt (mit seinem Bruder als Nebenkaiser) teilte
- Galen, griechischer Naturforscher und Leibarzt von Mark Aurel
- Herodes Atticus, griechisch-römischer Redner, Politiker und Mäzen.
- Marcus Cornelius Fronto, römischer Grammatiker, Redner und Anwalt.
- Ptolemäus, griechischer Mathematiker, Astronom und Geograph aus Ägypten. Setzte das von ihm aufgestellte rückschrittliche geozentrische Weltbild durch
- Julianus Salvius, römischer Rechtsgelehrter aus Nordafrika
- Septimius Severus, römischer Kaiser afrikanischer Herkunft
- Ardaschir, persischer König und Gründer des persischen Großreichs
- Montanus, Priester aus Kleinasien und selbsternannter Welterlöser
- Kalixt I., ehemaliger römischer Sklave und späterer Bischof Roms
- Caracalla, römischer Kaiser und Brudermörder wird geboren
- Hua To, der Erfinder der Narkose wird geboren
Einige der aufgelisteten Persönlichkeiten wurden schon gegen Ende des vergangenen Jahrhunderts geboren und werden dennoch hier aufgeführt; andere wiederum wurden zwar in diesem Jahrhundert geboren werden aber erst im nächsten Jahrhundert aufgeführt. Dies rührt daher, dass es als Kriterium für die Aufnahme nicht entscheident war ob das Geburtsjahr in dieses Jahrhundert fällt, sondern ob das hauptsächliche Werk und Wirken der Person in diesem Jahrhundert stattfand. Freilich ist eine klare Abgrenzung dieser Art nicht immer möglich.
Wissenschaft, Forschung, Erfindungen & Entdeckungen
- Ptolemäus entwickelt das Ptolemäische Weltbild mit der Erde als Mittelpunkt des Weltalls
- der Chinese Cai Lun erfindet das Papier
- in Rom wird die Seife aus Fett, Pottasche und gebranntem Kalk entwickelt
- die Inder erkennen Zucker im Urin als Krankheitszeichen
- die wissenschaftliche Zahnheilkunde wird um 114 von Archigenes begründet
- im ausgehenden 2. Jahrhundert wird in Alexandria der Dampfkochtopf erfunden
- um 185 entdeckt Kleomedes, dass die Lufthülle der Erde die Sonnenstrahlen beugt
01-02
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ja:2世紀
ko:2세기
th:คริสต์ศตวรรษที่ 2
3. Jahrhundert
Das 3. Jahrhundert begann am 1. Januar 201 und endete am 31. Dezember 300.
Es ist die Epoche der Spätantike.
Zeitalter/Epoche
- Das römische Reich wird in den Jahren 235-285 von den so genannten "Soldatenkaisern" regiert. Diese wurden fast durchweg von den Legionen zum Kaiser erhoben und regierten oftmals nur wenige Monate.
- Mit dem Herrschaftsantritt Diokletians im Jahre 284 beginnt die Epoche der Spätantike.
Ereignisse/Entwicklungen
- In der Schweiz beginnt die erste Christianisierung die aber erst im folgenden Jahrhundert wirklich durchgreift.
- 262 zerstören Goten den Artemis-Tempel von Ephesos, eines der 7 Weltwunder der Antike
Persönlichkeiten
- Mani ( - 216;†276), persischer Religionsbegründer der nach ihm benannten, ehemaligen Weltreligion (Manichäismus).
Erfindungen und Entdeckungen
- 216 - Kaiser Caracalla vollendet den zehn Jahre zuvor begonnen Bau der nach ihm benannten größten öffentlichen Badeanlage Roms, den Caracalla-Thermen.
- um 230 - Claudius Aelianus beschreibt die vom Zitterrochen ausgehende "betäubende Wirkung" (Elektrizität).
- um 250 - in China werden erste eiserne Hängebrücken gebaut.
- um 260 - In Skandinavien sind Schlittschuhe mit Eisenkufen in Gebrauch.
- 284 - in Alexandria wird die Diokletianische Zeitrechnung eingeführt, die mit der Thronbesteigung des römischen Kaisers Diokletian beginnt und später von den christlichen Kopten übernommen wurde.
- um 290 - Pappos von Alexandria entwickelt die später als Guldinsche Regeln bekannten Formeln zur Berechnung von Rauminhalt und Oberfläche von Rotationskörpern.
01-03
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ja:3世紀
ko:3세기
RhetorDer Rhetor war bei den antiken Griechen ein Redner oder – als Theoretiker – ein Lehrer der Beredsamkeit.
Gorgias soll um 427 v. Chr. die in Sizilien begründete Redekunst von dort nach Athen gebracht haben. Bekannte Rhetoren waren u. a. Isokrates, der als Vollender des kunstvollen Baus und der formalen Struktur der Rhetorik gilt, und Aristoteles, der eher Wert auf die praktischen Ziele und den sachlichen Gehalt der Rede legte.
Im 2. Jahrhundert v. Chr. kam die Rhetorik nach Rom. Die meisten römischen Rhetoriker waren auch Politiker, wie Cato der Ältere und der Meister der Rede Cicero. In der Spätantike sind besonders Themistios und Libanios von Bedeutung.
Flavius Philostratus schrieb die Biographie der Sophisten bzw. Rhetoren (“lives of the sophists“) und bezeichnete die Zeit des 2. Jahrhunderts n. Chr. darin als die „zweite Sophistik“, die er auch die „Renaissance der Griechen“ nannte. Als bedeutende Vertreter gelten Aelius Aristides und Polemon von Laodikeia.
Ursprung im Archaischen
Im 2. Jh. n. Chr. ging die Rhetorik von ihrer literarischen Form in eine öffentliche Form über. Es wurde auf altertümliche und außer Gebrauch gekommene Wörter und Formen zurückgegriffen, was die Forscher durch die Satiriker des 2. Jh. nachweisen konnten.
Mit der "künstlichen Wiederbelebung alter Dialekte" bezeichnet man die Tatsache, dass die Anzahl der Dialektinschriften in hellenistischer Zeit zurückging und erst im 2. Jh. n. Chr. in Schrift und Sprache wieder auftauchte. Es handelte sich um einen Archaismus in dem Sinne, dass alles Alte als besser empfunden und nachgeahmt wurde.
Stilvorbild der Redner und Schriftsteller war das geschriebene Attische des 4. u. 5. Jh. v. Chr.: Gorgias, Protagoras, Hippias von Elis und weitere.
Die Rhetorik wurde dabei zu einer "ars", einer Kunstsprache, die strengen Regeln unterlag. Wer das Talent hatte sich der alten Formen zu bedienen, konnte sich damit profilieren. Die Rhetorik wurde zur Gelehrtensprache. Mit ihrer Benutzung konnten sich Gelehrte von der Umgangssprache der einfachen Leute abheben. Sie wies den Benutzer der Zugehörigkeit zur Oberschicht aus.
Herkunft und Umfeld
Die Rhetoren kamen fast immer aus den angesehenen und reichen Familien, die sich Lehrgelder, öffentliche Schenkungen und Reisen leisten konnten, und hatten seit Generationen Beamtenposten inne. Dank ihrer Beziehungen konnten sie sich Gehör und Sympathie beim Herrscher verschaffen, was der jeweiligen Stadt, in der der Rhetor seine Rede vortrug, zugute kam.
Rhetor und Publikum
Das Publikum der Rhetoren waren die griechischen bzw. hellenistischen Stadtbewohner, die seit dem Prinzipat die östlichen Provinzen des römischen Reiches bewohnten und so unter der Herrschaft der Römer standen. Die Kunst bestand darin, die unteren und die oberen Schichten anzusprechen und zu überzeugen. Die konkrete Bildungslage des Publikums ist jedoch ungeklärt. Vermutlich wurden nicht alle Anspielungen verstanden, da es eine hohe Zahl von Analphabeten gab. Dennoch wurde absichtlich auf die ältere Literatur (z. B. die "Ilias") angespielt. Über die Wiedererkennung bekannter Werke gewann der Rhetor die Sympathie des Publikums für sich. Mit der Erinnerung an die Bildung und Kultur, die lokale mythische Tradition und mittels der alten Sprachen der Griechen sollte ihre wenig ruhmreiche Geschichte kompensiert werden.
Die Sophistik im Verhältnis zum sozialen System
Die wenigen Spezialisten konnten aufgrund ihres Wissens die Geschichte in jede Richtung hin manipulieren und so ihre eigene Sicht zur Schau stellen.
Die herrschende Elite
Sie erreichte durch die Reden der Rhetoren eine Festigung ihrer Herrschaft und sozialen Frieden. Deswegen lag den Sophisten soviel daran ihr Publikum zu finden.
Das Publikum der Griechen
Die eigene empfundene Machtlosigkeit der Griechen wurde dadurch, dass die Beherrschung durch die Römer mit der eigenen kulturellen Überlegenheit kompensiert wurde, vor sich selbst gerechtfertigt. Daher zogen die sophistischen Auftritte ein Massenpublikum an.
Als Gegenleistung für ihre Dienste empfingen die Rhetoren:
- Immunitäten wie Steuerfreiheit, Freiheit von Verpflichtungen gegenüber der Stadt wie den Militärdienst oder die Quartierungspflicht,
- Ehrungen wie Statuen und Verleihung der Bürgerschaft (einer fremden Stadt),
- Ämter wie den Senat, in seltenen Fällen das Konsulat.
Die Sophistik im Verhältnis zum politischen System
Eingleisigkeit der Rede
Der Sprecher stellte eine Art Bildungsmonopol dar, während das Publikum passiv blieb. Das Prinzip der Passivität stellte gleichzeitig das politische System dar: Die Entscheidungen des Rates wurden von der Volksversammlung nur formal bestätigt. In ihr wurden Scheindebatten geführt, während sich die Honoratioren längst im Hintergrund geeinigt hatten.
Der Aufbau der Rede
Vorprogramm
Im Vorprogramm begrüßte der Rhetor sein Publikum entspannt auf dem Boden und stellte sich so auf eine Stufe mit ihm, u. a. mit der "captatio benevolentiae", einer Reverenz an das Publikum und seine Heimatstadt. In Wahrheit gehörte er aber zur Elite.
Hauptvortrag
Der Rhetor ließ sich Themen für die große improvisierte Rede vom Publikum geben. Daraufhin wählte es eines davon aus.
Literatur
- T. Schmitz: Bildung und Macht. Zur sozialen und politischen Funktion der Zweiten Sophistik in der griechischen Welt der Kaiserzeit, München 1997.
- G. W. Bowersock: Greek Sophists in the Roman Empire, Oxford 1969.
- G. Anderson: The Second Sophistic, London 1993.
- V. H. Cancik (Hrsg.) u. a.: Der Neue Pauly, Stuttgart 1996.
Kategorie:Rhetorik
GrammatikerGrammatiker waren bei den Griechen zunächst Lehrer der Grammatik, dann seit dem Zeitalter der Alexandriner diejenigen Gelehrten, welche sich mit der Erforschung der Grammata, der Schriftwerke des Altertums, nach ihrem formalen und realen Inhalt, also allen den Studien beschäftigten, die wir unter dem Begriff Philologie zusammenfassen. Die erste, uns überlieferte, Grammatik wurde von Dionysios Thrax, die erste Syntax von Apollonius Dyskolus verfaßt.
In Rom wurden grammatische Studien seit 169 infolge der Anregung des Krates von Mallos betrieben, und es beschäftigten sich bis zum Ende der Republik angesehene Männer, wie Älius Stilo und Varro, damit.
Soweit die Grammatiker Unterricht erteilten, waren sie, die griechischen wie die römischen, bis in die Kaiserzeit Privatlehrer. In Rom erhielten sie wie die Rhetoren von Staats wegen eine bestimmte Besoldung erst seit Kaiser Vespasian (69-79 n. Chr.).
Seit der Zeit der Antonine lehrten in allen größeren Städten des römischen Reiches öffentlich angestellte Grammatiker neben Philosophen und Rhetoren, welche teils von den Kommunen, teils vom Kaiser besoldet und überall vom Staat durch Erteilung von Immuninäten begünstigt wurden. Theodosius II. und Valentinianus III. gründeten in Konstantinopel 425 eine Art Akademie, an der zehn lateinische und zehn griechische Grammatiker neben drei lateinischen und fünf griechischen Rhetoren unterrichteten.
Kategorie:Antike
NaukratisNaukratis ist eine antike griechische Handelsstadt und liegt in Ägypten im westlichen Nildelta (in der Antike am Ostufer des kanobischen Nilarms). Sie wurde um 630 v. Chr., nach anderen Angaben um 560 v. Chr. von der Polis Milet aus gegründet. Naukratis war berühmt durch die dort hergestellten Gefäße und Blumengewinde.
Unter dem Pharao Amasis von Ägypten war Naukratis der einzige Ort in Ägypten, über den Waren aus Griechenland importiert werden durften. Wegen dieser Besonderheit war Naukratis auch mehr ein Warenumschlagplatz als eine Polis (Stadtstaat) im eigentlichen Sinne.
Nach Athenaios lebten die Einwohner üppig und übten den Aphroditekult aus.
Die Ruinen von Naukratis (Apollon-, Zeus-, Pallas-, Amuntempel, Palästra, Zitadelle, Fabrik für Amulette etc.) wurden im Winter 1884/85 von Flinders Petrie bei Nebireh am Kanal Abu-Dibab, etwa 75 km südöstlich von Alexandria aufgefunden.
Kategorie:Ort in Ägypten
Kategorie:Ionische Stadtgründung
Kategorie:Antike Stadt
Ägypten
Ägypten ( Misr) liegt im Nordosten Afrikas, die zu Ägypten gehörende Halbinsel Sinai wird im allgemeinen zu Asien gezählt. Das Land grenzt an das Mittelmeer, das Rote Meer (Golf von Aqaba), den Gaza-Streifen, Israel, Libyen und den Sudan. Die Landfläche Ägyptens besteht im wesentlichen aus der Stromoase des Nils sowie der Libyschen Wüste im Westen und Süden und der östlichen arabischen Wüste.
Geographie
Der landschaftliche Charakter Ägyptens ist geprägt vom Gegensatz der Wüstengebiete und dem dicht besiedelten, bewässerten Kulturland entlang des Nils. Diese Landfläche macht etwa 5% des Territoriums aus.
Im Westen Ägyptens liegt die Libysche Wüste, die rund zwei Drittel der Staatsfläche einnimmt. Im Norden dieser Wüste befindet sich das nur recht niedrig gegliederte Libysche Plateau, das in Ägypten bis 241 m Höhe erreicht. Südöstlich dieses Gebiets senkt sich das Gelände in der Kattara-Senke auf knapp 134 m unter den Meeresspiegel ab, im Südwesten steigt es bis 1.098 m Höhe an. Im Osten Ägyptens, wo sich die Arabische Wüste befindet, erheben sich die Berge bis auf 2.184 m. Die höchste Erhebung des Landes ist mit 2.637 m Höhe der Gabal Katrîna (Katharinenberg) im Gebirge Gabal at- auf der Sinai-Halbinsel, die sich im Nordosten des Landes befindet und durch den Sueskanal vom afrikanischen Festland getrennt ist. Der Mittelteil des Landes erhebt sich bis durchschnittlich 500 m Höhe.
Zwischen den beiden zuvor genannten Wüsten durchfließt der Nil, dessen Quellfluss der Kagera im Gebirgsland von Burundi ist, auf etwa 1.550 km Länge in Ägypten von Süden nach Norden, bevor er nach Durchfließen des 24.000 km² großen Nildeltas in das Mittelmeer mündet. Durchschnittlich 100 km südwestlich von Kairo befindet sich das 1.827 km³ große Fayyum-Becken, eine beckenartige Oasenlandschaft, in deren Nordteil sich der 230 km² große Qarun-See befindet.
Die Küsten liegen im Norden zum Mittelmeer, im Osten zum Roten Meer, beide sind durch den Sueskanal miteinander verbunden.
Klima
Am Nildelta und an der Mittelmeerküste herrscht mediterranes Klima, dort gehen im Winter die Temperaturen herunter und es kommt zu Regenfällen. Der Rest des Landes unterliegt dem Wüstenklima: Heiß und trocken im Sommer, mild im Winter, kaum Regen.
Bevölkerung
Die Bevölkerung Ägyptens siedelt primär im Niltal, im Nildelta, am Sueskanal und am touristisch bedeutsamen Roten Meer. In den westlichen Oasen Fajum, Dachla, Farafra, Siwa und Charga leben nur wenige Menschen.
Die größten Städte sind (Mio. Einwohner, Stand 1. Januar 2005): Kairo (7,7), Alexandria (3,8) und Gizeh (2,4), Assuan und Sues.
Siehe auch: Liste der Städte in Ägypten
Ethnien
Die Mehrheit der ägyptischen Bevölkerung sind Araber. Darüber hinaus sind im Süden Ägyptens Nubier ansässig. In der libyschen Wüste lebten einst Berberstämme, von denen heute jedoch nur noch wenige in der Oase Siwa eine Berbersprache sprechen, in den Wüsten östlich des Nils leben arabisch- und Bedscha-sprachige Nomaden.
Religionen
Ägypten ist der Verfassung nach ein islamischer Staat und der Islam ist Staatsreligion, die Scharia ist die Hauptquelle der Gesetzgebung.
Neben der sunnitischen Mehrheit findet man jedoch in Kairo und Alexandria, aber auch auch in Mittel- und Oberägypten, christliche, vor allem Kopten, die nicht selten in überwiegend christlichen Dörfern leben. Eine amtliche Zählung der Christen wird bewusst nicht durchgeführt, obwohl die Religion im Pass eingetragen sein muss.
90,7 % der Ägypter sind Muslime (meist Sunniten) , 8,5 % sind Christen (meis Kopten)
und 0,8 andere.
Besonders in Oberägypten sind die Kopten Ziel des Terrors radikaler Muslime geworden, häufig mit Wissen und Billigung der lokalen Behörden. Muslime die zum Christentum übertreten, müssen mit staatlichen Zwangsmaßnahmen rechnen. Neue Kirchen dürfen nicht gebaut werden, auch kleinere Reparaturen bedürfen eines Präsidialerlasses.
Ägypten ist seit Jahrzehnten, neben Saudi-Arabien, Zentrum des islamischen Fundamentalismus.
Sprachen
Die Sprache des alten Ägyptens, die sich im Koptischen fortsetzt, wird heute nur noch als Sakralsprache gesprochen.
Heute spricht man Ägyptisch-Arabisch, einen neuarabischen Dialekt. Schriftsprache ist seit der arabischen Eroberung im 7. Jh. das Hocharabische, nur in der koptischen Kirche wird als Liturgiesprache noch das Koptische verwendet, das in eigener Schrift, die von der griechischen abgeleitet ist, geschrieben wird.
In der Oase Siwa (auch Siwah) spricht man noch eine Berbersprache, das so genannte Siwi.
Im Süden und in der Oase Charga sprechen viele Menschen Nubisch. Im Südosten gibt es auch Bedscha-Sprecher.
Als Fremdsprache ist Englisch und in der Oberschicht auch noch Französisch verbreitet.
In Ägypten gibt es auch orthodoxe religion.
Bevölkerungsentwicklung
Französisch
Die Bevölkerung Ägyptens wächst sehr schnell und stellt das ohnehin schon in seinen fruchtbaren Teilen sehr dicht besiedelte Land vor große Probleme. Um 1800 hatte das Land nur etwa 2,5 Millionen Einwohner. Im Jahre 1900 erreichte die Bevölkerung etwa 12 Millionen Einwohner, 2000 schon fast 68 Millionen. In der Vergangenheit, etwa in sicheren Zeiten unter den Pharaonen hatte das Land zwischen 4 bis maximal 12 Millionen Einwohner, eine Bevölkerungszahl, die wohl auch in der Spätantike erreicht wurde.
Geschichte
Die Anfänge der ägyptischen Zivilisation liegen ca. 7.000 Jahre in der Vergangenheit. Die ägyptische Geschichte wird in viele Epochen gegliedert:
Epochen]
- Vordynastische Zeit bis 3150 v. Chr.
- Pharaonenzeit
- Frühdynastische Zeit 3032 - 2707 v. Chr.
- Altes Reich 2707 - 2216 v. Chr.
- Erste Zwischenzeit 2216 - 2025 v. Chr.
- Mittleres Reich 2010 - 1793 v. Chr.
- Zweite Zwischenzeit 1648 - 1550 v. Chr.
- Neues Reich 1531 - 1075 v. Chr.
- Dritte Zwischenzeit 1075 - 652 v. Chr.
- Spätzeit 652 - 332 v. Chr.
- Griechisch-Römische Zeit 332 v. Chr. - 395
395]
- Byzantinische Zeit 395 - 638
- Frühislamische Zeit 640 - 968
- Fatimidenzeit 969 - 1171
- Ayyubidenzeit 1171 - 1250
- Mamlukenzeit 1250 - 1517
- Osmanenherrschaft in Ägypten 1517 - 1801
- Ägyptische Expedition 1798 - 1802
- Dynastie des Muhammad Ali 1805 - 1882
- Britische Herrschaft in Ägypten 1892 - 15. März 1922
- Königreich Ägypten 19. April 1922 - Juli 1952
- Republik Ägypten seit Juli 1953
Speziell die Einteilung der geschichtlichen Perioden der vorchristlichen Zeit geht auf Manetho zurück, der die Herrscherlisten des alten Ägyptens bis zum letzten ägyptischen Pharao in 30 Dynastien eingeteilt hat.
Siehe dazu auch den Hauptartikel: Geschichte des Alten Ägypten
Aus der altägyptischen Kultur sind bis heute eine Reihe von Bauwerken erhalten. Die wohl bekanntesten sind die Pyramiden von Gizeh, das einzige noch erhaltene der 7 antiken Weltwunder. Die Zentrum der Wissenschaften, vor allem der jüdischen und christlichen Theologie und Philosophie (siehe auch Alexandrinische Schule).
In späterer Zeit wurden christliche Kirchen und Klöster gebaut. Das bekannteste Kloster ist das auf der Sinai-Halbinsel liegende Katharinenkloster. Die meisten der in islamischer Zeit errichteten Moscheen stehen in Kairo. Deren bedeutendste Moschee ist wohl die zur gleichnamigen Universität gehörige Al-Azhar-Moschee.
Politik
Siehe auch: Politisches System Ägyptens
Ägypten ist seit dem 18. Juni 1953 eine Republik. Das Staatsoberhaupt ist seit 14. Oktober 1981 Muhammad Husni Mubarak, der gleichzeitig Führer der regierenden Nationaldemokratischen Partei (NDP) ist. Ein Referendum über die Wahl eines vom Parlament vorgeschlagenen Präsidentschaftskandidaten findet alle 6 Jahre statt, nach einer Ankündigung von Mubarak vom 26. Februar 2005 sollen daraus jedoch in Zukunft freie Wahlen mit mehreren zugelassenen Kandidaten werden. Die nächsten Parlamentswahlen (alle 5 Jahre) sollen im Oktober/November 2005 stattfinden. Die letzten Wahlen (2000) zum 454 Sitze umfassenden "Rat des Volkes" (10 Sitze werden vom Präsidenten vergeben) gewann die NDP mit 86%, es folgten die Unabhängigen (darunter die Kandidaten der Muslim-Bruderschaft) mit 8%, die Neue Wafd-Partei (NWP) mit 2%, die Nationalprogressive Gewerkschaftsvereinigung Al-Tagammu‘ (NPUG) mit 1% und die Nasseristische Partei sowie die Liberale Partei mit jeweils weniger als 1%.
Der Präsident ist Oberbefehlshaber der Streitkräfte und hat das Recht, Dekrete zu erlassen. Beratendes Legislativorgan ist die Schura. Hauptquelle der Gesetzgebung ist die Scharia. Ein Verfassungsgericht überwacht die konstitutionelle Ordnung.
Verwaltungsgliederung
Siehe hierzu: Gouvernorate Ägyptens
Wirtschaft
Gouvernorate Ägyptens
Die Wirtschaft Ägyptens wird auch heute noch durch die Landwirtschaft geprägt, die sich hauptsächlich auf die Regionen entlang des Nils, im Nildelta und an einzelnen Oasen befinden. Dabei hat sich der landwirtschaftliche Anbau von einer Subsistenz- zu einer Exportorientierung gewandelt, so dass relativ betrachtet weniger landestypische Nahrungsmittel wie Hirse, Saubohnen und Kohl geerntet werden. Dennoch ist Ägypten nicht fähig, seine stark anwachsenden Bevölkerung zu ernähren, so dass riesige Mengen an Lebensmitteln importiert werden müssen - im Jahr 1980 wurden über 5 Mio. Tonnen Weizen aus dem Ausland eingeführt bzw. dreimal soviel, wie in Ägypten selbst angebaut wurde. Die Lebensmitteleinführung macht etwa einen Viertel der Gesamteinfuhr aus, was etwa 3 Mrd. US-Dollar entspricht. Zudem existiert ein riesiges Missverhältnis zwischen Im- und Export, was zu einer enormen Auslandsverschuldung geführt hat. Dieses Problem wird sich auch nicht so schnell beenden lassen, da Ägypten bis auf die bereits genutzten Flächen für die Landwirtschaft kaum bis gar nicht nutzbar ist, da sie sehr arid sind und kaum Wasserquellen für künstliche Bewässerung vorhanden sind. Ein weiterer negativer Punkt für den Lebensmittelanbau in Ägypten ist die Errichtung des Assuan-Staudamms; er sorgte dafür, dass die Überflutung des Nils fast nicht mehr existiert und somit die Ernten bzw. Ernteflächen kleiner und unfruchtbarer wurden. Zurzeit werden jedoch im Rahmen des Toshka-Projekts Teile der ägyptischen Wüste westlich des Nils für die Landwirtschaft nutzbar gemacht.
Die wichtigsten Exportgüter Ägyptens sind Erdöl, Baumwolle und Aluminium, die wichtigsten Importgüter sind Nahrungsmittel, chemische Produkte, Metalle und Maschinen.
Ein weiterer wichtiger Wirtschaftszweig ist der Tourismus, der nach den Terroranschlägen in Luxor am 17. November 1997 und in den USA am 11. September 2001 jedoch starke Einbrüche verkraften musste.
Tourismus
11. September 2001
Der Tourismus ist eine der wichtigsten wirtschaftlichen Einnahmequellen im Land. Besonders die ägyptischen Altertümer sind ein großer Anziehungsmagnet für ausländische Besucher. Neben Gizeh und Kairo wird auch Luxor gern besucht, von wo aus unter anderem das Tal der Könige erreicht werden kann. Luxor ist auch der Ausgangspunkt für Nilkreuzfahrten bis nach Assuan. Von dort werden Flüge und Bus- Touren nach Abu Simbel angeboten. Die meisten Reiseveranstalter bieten dann einen Inlandsflug nach Kairo und nach diesem Kairo- Aufenthalt einen Badeurlaub in Hurghada an.
Die Touristenhochburg ist unbestreitbar Hurghada am Roten Meer. Der moderne Touristenort Sharm El-Sheikh an der Südspitze der Sinai-Halbinsel ist besonders bei Freunden des Tauchsports sehr beliebt. Allerdings ist der Touristenansturm auf Sharm El-Sheikh und die Sinai-Halbinsel an sich seit den Anschlägen im Oktober 2004 und Juli 2005 stark zurückgegangen. Durch den allgemein weiter steigenden Tauch-Tourismus werden auch Orte im Süden, entlang der westlichen Küste des Roten Meeres, erschlossen. Hierzu zählen El Quesir und Marsa Alam, sowie kurz vor der sudanesischen Grenze Zabargad.
Kultur
Siehe auch: Musik Ägyptens
Das Deutsche Welle-TV strahlt ab dem 28. Februar 2005 täglich drei Stunden arabisches Programm über den ägyptischen Satelliten NileSat in den Nahen Osten aus.
Literatur
- [http://susi.e-technik.uni-ulm.de:8080/Meyers2/seite/werk/meyers/band/1/seite/0209/meyers_b1_s0209.html#%C4gypten Ägypten], Meyers Konversationslexikon, 4. Aufl., 1888, Band 1, Seite 209 ff.
Zum alten Ägypten siehe:
- Umfangreiche Literaturliste zum Thema
- Hermann A. Schlögl: Das alte Ägypten (Beck Wissen), München 2003 (knappe Einführung mit Literatur).
Weblinks
-
-
- [http://www.sis.gov.eg/ Offizielle Webseite]
- [http://www.auswaertiges-amt.de/www/de/laenderinfos/laender/laender_ausgabe_html?type_id=14&land_id=2 Informationsseite des Auswärtigen Amtes (D) über Ägypten]
- [http://www.mein-altaegypten.de/ Das Alte Ägypten] Für Ägypten-Interessierte, die sich für die pharaonische Vergangenheit interessieren.
- [http://www.chufu.de/ Ägypten - Land am Nil] Informationen über das Land und seine Sehenswürdigkeiten. Mit Pharaonenliste, Erläuterungen zu Pyramiden, Städten, Tempeln, Nil und Totenkult, Reiseberichte und Reisetipps.
- [http://www.faszination-aegypten.de Faszination Ägypten]: ein weiteres Portal zum alten Ägypten
- [http://www.evdaniken.com/index-g.htm Ägypten aus mystischer Sicht]: Mysterien im alten Ägypten
- [http://www.antikreisen.de/egypt/ Antikes Ägypten] Geschichte, Geographie, Religion, Schrift, Fotos und Rezepte
- [http://anaconda-forum.de/wew00.html Bildergalerie Wüste]
Agypten
Agypten
Kategorie:Mittelmeer
als:Ägypten
ja:エジプト
ko:이집트
ms:Mesir
simple:Egypt
th:ประเทศอียิปต์
zh-min-nan:Ai-ki̍p
Rom
Rom (italienisch: Roma) ist eine Stadt mit 2.823.201 Einwohner an den Ufern des Flusses Tiber. In der näheren Agglomeration wohnen 3.615.972 Einwohner (Stand jeweils 1. Januar 2005).
In der Antike war sie das Zentrum des Römischen Reiches und seit 1871 ist sie die Hauptstadt Italiens. Darüber hinaus ist sie Verwaltungssitz der Region Latium und der Provinz Rom. Innerhalb der Stadt bildet der unabhängige Staat der Vatikanstadt eine Enklave. Der Vatikan ist der Sitz des Papstes, des Bischofs von Rom und Oberhauptes der katholischen Kirche. Außerdem ist Rom auch der Sitz des Malteser Ritterordens, der ein eigenständiges, jedoch nichtstaatliches Völkerrechtssubjekt ist. Somit kann Rom als dreifache Hauptstadt gelten.
Die Altstadt von Rom, der Petersdom und die Vatikanstadt wurden von der UNESCO im Jahre 1980 zum Weltkulturerbe erklärt. Außerdem ist Rom der Sitz folgender UN-Organisationen: FAO, IFAD, WFP.
Geografie
Geografische Lage
WFP
Rom liegt im Zentrum des Landes, am Tiber, unweit des Tyrrhenischen Meeres durchschnittlich 37 Meter über dem Meeresspiegel. Im Osten Roms befinden sich die Abruzzen, im Nordosten die Sabiner Berge und im Süden die Albaner Berge.
Rom liegt in der Tiberebene, in welcher sich Tiber und Aniene kurz vor der Stadt vereinigen. Die geografischen Koordinaten sind 41,53 Grad nördlicher Breite und 12,29 Grad östlicher Länge. Die weitere Umgebung ist die Campagna Romana oder kurz Campagna.
Die Provinz Rom grenzt im Norden an die Provinz Viterbo und die Provinz Rieti, im Osten an die Provinz L'Aquila in der Region Abruzzen, sowie im Süden an die Provinz Frosinone und die Provinz Latina.
Stadtgliederung
Rom gliedert sich in 19 Munizipien und 155 Stadtbereiche. Die Munizipien sind Stadtbezirke, welche zur leichteren Regierbarkeit der Stadt Anfang der 1990er Jahre eingeführt wurden. Ursprünglich waren es 20 municipi, aber das Municipio XIV ist Mitte der 1990er Jahre ausgemeindet worden und heute als Stadt Fiumicino bekannt. Die Stadtbezirke sind :
- Area Nord-Est: Municipi I, III, V und XVII
- Area Nord-Ovest: Municipi II, IV, XVI, XVIII, XIX und XX
- Area Sud-Ovest: Municipi XII, XIII und XV
- Area Sud-Est: Municipi VI, VII, VIII, IX, X und XI
Klima
Fiumicino
Das Klima Roms ist von seiner mediterranen Lage geprägt. Die Jahresdurchschnittstemperatur beträgt 15,4 Grad Celsius und die jährliche Niederschlagsmenge 758 Millimeter im Mittel.
Die wärmsten Monate sind Juni bis August mit durchschnittlich 21 bis 23,8 Grad Celsius und die trockensten Juni und Juli mit 19 bis 21 Millimeter Niederschlag im Mittel.
Die größten Niederschläge sind im Herbst und Winter mit durchschnittlich 74 bis 104 Millimeter zu verzeichnen. Der kälteste Monat ist der Januar mit 7,9 Grad Celsius im Mittel.
Geschichte
Gründung
Nach der Gründungssage wurde Rom am 21. April 753 v. Chr. von Romulus gegründet. Romulus brachte später seinen Zwillingsbruder Remus um. Die Zwillinge waren nach der Sage die Kinder des Mars mit der Vestalin Rhea Silvia. Sie seien auf dem Tiber ausgesetzt, von einer Wölfin gesäugt und dann von dem Hirten Faustulus am Velabrum unterhalb des Palatin gefunden und aufgezogen worden.
Das Gründungsdatum Roms ist der Beginn der Zeitskala des Römischen Kalenders, lat. ab urbe condita, abgekürzt a.u.c., deutsch „von der Gründung der Stadt (Rom) an“. Ausgrabungen auf dem Palatin fanden tatsächlich Siedlungsreste aus der Zeit um 1000 vor Christus.
Königszeit und Republik
Römischen Kalenders
Die Zusammenfassung einzelner Siedlungen zu einem Gemeinwesen könnte sich nach Auffassung der Historiker tatsächlich um das legendäre Gründungsdatum herum ereignet haben. Die sprichwörtlichen sieben Hügel Roms sind: Palatin, Aventin, Kapitol, Quirinal, Viminal, Esquilin und Caelius (auch Caelian(us)).
Zu Beginn seiner Geschichte war Rom ein Königreich, als erster Etruskerkönig wird Tarquinius Priscus (616 bis 578 v. Chr.) genannt. Nach Vertreibung des letzten etruskischen Königs Tarquinius Superbus - angeblich im Jahr 509 v. Chr. - wurde Rom eine Republik - wenngleich dies wohl erst um 475 v. Chr. geschah. Die Folgezeit war von Ständekämpfen zwischen den rechtlosen, wenn auch freien Plebejern und den adeligen Patriziern gekennzeichnet. Rom begann nun, die umliegenden Gebiete anzugliedern.
Obwohl sich Rom 390 v. Chr. einer Invasion der Kelten kaum erwehren konnte, expandierte die Stadt dennoch ständig. Zum Schutz vor weiteren Übergriffen wurde die Servianische Mauer errichtet. 312 v. Chr. folgte der Bau des ersten Aquädukts sowie der Bau der Via Appia. Zur Expansion Roms trugen insbesondere auch die Punischen Kriege (264-146 v. Chr.) bei.
Nachdem die Brüder Tiberius Gracchus und Gaius Sempronius Gracchus, die versucht hatten, Landreformen durchzusetzen, ermordet wurden, kam es zu einer Phase der Instabilität, welche in Bürgerkriegen ihren Höhepunkt fand. Gaius Iulius Caesar setzte als Diktator eine Reihe von Reformen durch, wurde jedoch 44 v. Chr. ermordet. Zu diesem Zeitpunkt erreichte das Forum Romanum bereits eine Bebauungsdichte, die eine Ausweitung des Areals nötig machte. Aus diesem Grund begann Caesar mit dem Bau des Forum Iulium.
Kaiserzeit
Forum Iulium
Im 1. Jahrhundert vor Christus war Rom wohl bereits eine Millionenstadt und sowohl geographisches als auch politisches Zentrum des Römischen Reiches. Es verfügte über ein funktionierendes Frisch- und Abwassersystem, ein gut ausgebautes Straßennetz, funktionierende Bevölkerungsschutzeinheiten (Vigiles) welche als Feuerwehr mit Polizeibefugnissen ihren Dienst versahen. Trotzdem wurde der Ausbau Roms, welcher besonders unter Caesars Erbe Kaiser Augustus forciert worden war, durch einen großen Brand unter Nero im Jahr 64 vorübergehend zurückgeworfen.
Unter der Herrschaft der Flavischen Dynastie (69-96 n. Chr.) begannen umfangreiche Bautätigkeiten. Zu diesen neuen Bauwerken gehören die berühmtesten Baudenkmäler, wie das Kolosseum und die Kaiserforen. Das letzte dieser Foren wurde Anfang des 2. Jahrhunderts unter Trajan fertiggestellt. Zu dieser Zeit erreichte Rom den Höhepunkt seiner Zivilisation. Große Thermen wie die von Caracalla und Diokletian, welche sogar Bibliotheken einschlossen, waren fester Bestandteil des römischen Lebens geworden. Besessen vom Gigantismus errichteten die Kaiser immer größere Bauwerke, wie die Maxentiusbasilika. Hierin begann sich bereits der Niedergang des Kaiserreiches abzuzeichnen.
Spätantike und Niedergang
Maxentiusbasilika
Zu Beginn der Spätantike erreichte Rom wohl seine größte Bevölkerungszahl, verlor aber bald an politischer Bedeutung. Im 5. und 6. Jahrhundert kam es zu Katastrophen, die das Ende der antiken Herrlichkeit der Stadt bedeuteten: Auch die im 3. Jahrhundert errichtete Aurelianische Mauer konnte nicht verhindern, dass Rom während der Völkerwanderung 410 von den Westgoten, 455 von den Vandalen und 472 von den Burgundern geplündert wurde.
Nach dem formellen Untergang des Weströmischen Reiches im Jahr 476 wurden bekannte städtische Einrichtungen wie die Diokletiansthermen und das Kolosseum zunächst weiter unterhalten und trotz sinkender Einwohnerzahlen bestand das antike Leben fort. Prokopios hielt fest, dass die Bauwerke der Stadt während der Herrschaft der Ostgoten instand gehalten worden seien. Um 530 lebten noch etwa 100.000 Menschen in Rom. Die eigentliche zivilisatorische Katastrophe war der Gotenkrieg mit der endgültigen Zerstörung fast aller römischen Wasserleitungen durch Witichis 537, der Auslöschung der das antike Erbe bewahrenden Senatorenschicht und einem mehrjährigen Aussetzen des städtischen Lebens durch oströmisch-gotische Belagerungskämpfe.
Das letzte spätantike Bauwerk in der Stadt ist die 608 errichtete Phokas-Säule. Die Stadt entging nur knapp einer vollständigen Zerstörung. Rom gehörte zwar formell seit 554 wieder zum Oströmischen Reich, die Ordnungsfunktionen wurden jedoch in den Zeiten der Völkerwanderung mehr und mehr vom Papsttum ausgeübt. Zwischen dem 8. und 11. Jahrhundert folgten weitere Belagerungen, Angriffe und Plünderungen durch Langobarden, Sarazenen und Normannen, so dass sich das Stadtgebiet zeitweise kaum über die Tiberufer hinaus erstreckte.
siehe Untergang des Römischen Reiches
Hochmittelalter und Neuzeit
Untergang des Römischen Reiches
Seit Pippin erlangte Rom, das im Mittelalter nur noch etwa 20.000 Einwohner zählte, neue Bedeutung als Hauptstadt des Kirchenstaates (Patrimonium Petri) und als wichtigster Wallfahrtsort des Christentums neben Jerusalem und Santiago de Compostela. Neuer Glanz kam im Jahr 800 in die Stadt, als Karl der Große durch Papst Leo III. zum Kaiser des Heiligen Römischen Reiches gekrönt wurde.
Die Gräber der nach dem Brand Roms unter Nero im Jahre 64 hingerichteten Apostel Simon Petrus und Paulus sowie unzählige andere Reliquien verhießen ab 1300 in den Heiligen Jahren den Pilgern außergewöhnliche Gnaden und Ablässe. Das Aufblühen Roms in der Renaissance wurde 1527 durch das Sacco di Roma ("Plünderung Roms") unterbrochen, als die Söldnertruppen Karls V. Rom plünderten und verwüsteten.
In christlicher Zeit sind viele bedeutende Bauten entstanden, zum Beispiel die so genannten vier Patriarchalbasiliken Sankt Paul vor den Mauern über dem Grab des heiligen Apostels Paulus aus dem 4. Jahrhundert, der Lateran, ebenfalls aus dem 4. Jahrhundert, von Francesco Borromini barockisiert, Santa Maria Maggiore aus dem 5. Jahrhundert und vor allem der Petersdom, der in der heutigen Form aus der Renaissance und dem Barock stammt.
In der Renaissance und im Barock fand die Stadt ein neues Gepräge, das hauptsächlich von Kirchen bestimmt wird, aber auch von neuen Straßenzügen mit Sichtachsen auf Obelisken, Palästen und Plätzen mit Brunnen. In diesem Zustand ist Rom bis heute verblieben, weshalb die römische Altstadt neben dem Vatikan eines der beiden Weltkulturerbe in der Stadt Rom darstellt.
Hauptstadt Italiens
Nach dem Ende des Kirchenstaates wurde Rom 1871 die Hauptstadt des neuen Italien. Unter Mussolini wurden die Differenzen zwischen Staat und Kirche durch die Lateranverträge mit dem Heiligen Stuhl 1929 beendet und der unabhängige Staat der Vatikanstadt begründet. Nach dem Zweiten Weltkrieg verließ 1946 der König das Land, und Italien wurde Republik. 1960 fanden in Rom die XVII. Olympischen Sommerspiele statt.
Rom heute
XVII. Olympischen Sommerspiele
Die großen Bauten des 20. Jahrhunderts wurden fast alle in den Außenvierteln wie dem E.U.R. errichtet, so etwa der Palazzo del Lavoro. In der Innenstadt dagegen sind Baumaßnahmen aus denkmalpflegerischen Gründen nur selten erlaubt. Derzeit finden große Grabungen im Bereich der antiken Kaiserforen statt.
Im modernen Stadtbild ist die Vergangenheit noch an vielen Stellen anzutreffen. So ist etwa das Theater des Pompeius am Campo de' Fiori aus dem 1. Jahrhundert v. Chr., in dessen Vorhof zu Cäsars Zeit die Kurie untergebracht war und er wohl auch getötet wurde, noch zu großen Teilen erhalten. Allerdings ist im Verlauf der Jahrhunderte aus dem Halbrund für die Zuschauer eine Wohnbebauung geworden. Heute befinden sich darin Keller und eine Tiefgarage, Restaurants und Bars, Privatwohnungen und Hotelpensionen. Alle Zimmer haben aufgrund der ursprünglichen halbrunden Theaterstruktur einen trapezförmigen Grundriß.
Die Erneuerung der Stadt stellt die Römer im Alltag oft vor große Probleme. Schon der Bau einer riesigen Tiefgarage zum Jahr 2000 in einen Tuffhügel am Petersplatz war umstritten, weil die Zerstörung archäologischer Reste befürchtet wurde. Aus demselben Grund wurde die immer noch dringend benötigte dritte Metro-Linie bis heute nicht gebaut.
Größere Probleme als die historische Innenstadt machen die oft unschönen Vorstädte mit ihrer hohen Kriminalitätsrate. Dort waren nach dem 2. Weltkrieg oft nachträglich gegen eine Gebühr genehmigte Gebäude fast unkontrolliert in die römische Campagna gebaut worden. Während in der Innenstadt die Kirchen aufgrund ihrer Überzahl oft kaum noch zu erhalten sind, fehlten sie in der Umgebung häufig völlig. Bis heute sind in der einstigen Stadt der "Thermen für alle" öffentliche Bäder kaum vorhanden.
Die Einwohner die es sich leisten können, besitzen eine Wohnung in einem der oft begrünten und sorgsam gepflegten Innenhöfe oder gar eine kleine Villa im Stadtbereich. Insgesamt hat sich seit der Wahl des grünen Bürgermeisters Rutelli Anfang der 1990er Jahre und unter der Regierung von Silvio Berlusconi die Situation nur wenig gebessert.
Unter dem Pontifikat Papst Johannes Paul II. erlebte die Stadt zweimal einen nie zuvor dagewesenen Menschenandrang. Im Jahr 2000 kamen zum Gottesdienst am Weltjugendtag zwei Millionen Menschen vor die Tore der Stadt. An den Begräbnisfeierlichkeiten am 8. April 2005 auf dem Petersplatz nahmen 200 Staats- und Regierungschefs sowie drei bis vier Millionen Menschen aus aller Welt teil, von denen aber nur 300.000 Platz fanden, die übrigen verfolgten die Zeremonien auf Videogroßbildschirmen.
- Siehe auch: Zeittafel Rom
Religionen
Zeittafel Rom
In der Antike war die Römische Mythologie mit ihren Kulten die am weitesten verbreitete Religion in der Stadt. Dennoch waren in diesem Kulturzentrum auch alle anderen Religionen vertreten. Bereits sehr früh entstand eine christliche Gemeinde in der Stadt, welche trotz der Christenverfolgungen rasch anwuchs.
Ab der Herrschaftszeit Konstantins des Großen nahm das Christentum im Römischen Reich einen Aufschwung und überlebte auch dessen Untergang. Nachdem die Stadt mehrfach von heidnischen Völkern geplündert und zerstört wurde, setzte sich Rom als Zentrum des Kirchenstaates durch. Infolgedessen wurden in Rom unzählige Kirchen errichtet, die die wichtigsten Heiligtümer beherbergen.
Nachdem Rom 1797 von Napoleon Bonaparte erobert worden war, wurde es nach dem Wiener Kongress 1815 wieder unter päpstliche Hoheit gestellt. Da das italienische Nationalbewusstsein unter der französischen Besatzung gewachsen war, kam es zum Krieg zwischen dem inzwischen vereinigten Italien und dem Papstsitz Rom.
Der Papst zog sich darauf hin in den Vatikan zurück, der 1929 in den Lateranverträgen als eigenständiger Staat akzeptiert wurde. Seitdem ist Rom, besonders der Vatikan, wieder das geistliche Zentrum des Christentums.
Einwohnerentwicklung
Roms Geschichte begann etwa 800 v. Chr. mit einem Bündnis verschiedener kleiner Dörfer mit wenigen hundert bis tausend Einwohnern. Von da an wuchs Rom in den nächsten Jahrhunderten kontinuierlich zu einer Megastadt, die über eine Million Einwohner zählte. Erst mit dem Einsetzen des Mittelalters nahm die Bevölkerung wieder ab und sank rasch bis zum Jahr 530 auf 100.000.
Im frühen Mittelalter war Rom mit 20.000 Einwohnern nur mehr eine Kleinstadt. Erst mit dem Aufstieg des Kirchenstaates blühte Rom erneut auf und konnte als Wallfahrtszentrum bis zum Ende des 19. Jahrhunderts seine Einwohnerzahl wieder auf 230.000 steigern. Erst im 20. Jahrhundert wuchs Rom erneut zur Millionenstadt heran, indem es in rund 100 Jahren seine Einwohnerzahl mehr als verzehnfachte.
Die folgende Übersicht zeigt die Einwohnerzahlen nach dem jeweiligen Gebietsstand. Bis 1858 handelt es sich um Schätzungen, von 1861 bis 2001 um Volkszählungsergebnisse und 2005 um eine Berechnung.
530
Kultur und Sehenswürdigkeiten
Überblick
530
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Rom wurde der Überlieferung zufolge im Jahre 753 v. Chr. auf einem der sieben Hügel gegründet. Jedoch lassen Funde darauf schließen, dass bereits 1000 v. Chr. in diesem Bereich menschliche Siedlungen existiert haben müssen. Das Bild der Hügel Kapitol und Palatin, sowie des Tales zwischen den beiden, ist besonders durch antike Bauwerke bestimmt.
Dies ist darauf zurückzuführen, dass das Kapitol lange als Sitz der Regierung des Imperium Romanum diente, während der Palatin vor allem als Residenzhügel der Kaiser verwendet wurde. Im Tal zwischen den beiden Hügeln befindet sich das Forum Romanum, welches das Zentrum des städtischen Lebens im antiken Rom darstellte.
Als Innenstadt Roms gilt der Bereich innerhalb der Aurelianischen Mauer, welche im 3. Jahrhundert um das Gebiet der 7 Hügel, Kapitol, Quirinal, Viminal, Esquilin, Caelius, Aventin und Palatin, errichtet wurde. Das historische Zentrum breitet sich fast ausschließlich am linken Ufer des Tibers aus.
Hier befinden sich die meisten und größten Baudenkmäler aus der Antike. Die christlichen Gebäude hingegen sind auf beiden Seiten des Tiber verstreut. Die Vatikanstadt, mit dem weithin sichtbaren Petersdom, befindet sich jedoch auf der rechten Seite des Tibers. Das historische Zentrum von Rom, der Petersdom und die Vatikanstadt wurden von der UNESCO im Jahre 1980 zum Weltkulturerbe erklärt.
Die äußere Stadt und der Peripherie Roms befindet sich im Bereich außerhalb der aurelianischen Mauer. Die Konzentration antiker Bauwerke ist hier deutlich geringer, wenn man auch immer wieder solche antrifft. Man findet jedoch zahlreiche Kirchen, welche auch in diesem Bereich errichtet wurden, so zum Beispiel die Basilika St. Paul vor den Mauern.
Theater
St. Paul vor den Mauern
Rom spielt eine führende Rolle im italienischen Kulturleben. Im Opernhaus der Stadt, das zu den größten in Italien zählt, werden Opernaufführungen geboten, die im Sommer auch in den Caracalla-Thermen stattfinden. Außerdem gibt es in Rom etwa 20 Theater und sechs Konzertsäle, die außerhalb der Sommermonate mit einem abwechslungsreichen Programm aufwarten.
Im April 2002 wurde im nördlichen Teil der Stadt ein Konzertpark eröffnet; das rund 50.000 Quadratmeter große Areal umfasst unter anderem drei Konzerthallen mit 700, 1.200 und 2.700 Plätzen, die nach Plänen des Genoveser Architekten Renzo Piano erbaut wurden.
Museen
Das älteste Museum Roms sind die 1471 eingerichteten Kapitolinischen Museen, die neben den wesentlich größeren Vatikanischen Museen zu den bedeutendsten Kunstkollektionen Roms gehören.
In der Villa Giulia, dem Landhaus Papst Julius II. welches Mitte des 16. Jahrhunderts errichtet wurde, ist eine herausragende Sammlung etruskischer und antiker Römischer Kunst untergebracht. Die Kunstsammlung der Familie Borghese wird in ihrem Palast aus dem frühem 17. Jahrhundert ausgestellt. Sie trägt den Namen Galerie Borghese und besteht vor allem aus Gemälden und Plastiken.
Im von Michelangelo entworfenen Museo Nazionale Romano delle Terme sind griechische und römische Plastiken ausgestellt. Ebenfalls bedeutend sind die Gemäldegalerie im Palazzo Farnese, die Renaissance-Bronzensammlung im Palazzo Venezia und die Gemäldesammlung im Palazzo Barberini.
Bauwerke
Palazzo Barberini
Palazzo Barberini
Palazzo Barberini
Rom beherbergt als eine der großen Kulturstädte Europas zahlreiche Denkmäler von der Zeit der Etrusker bis hin zur Gegenwart, wobei die Zeugnisse aus der Zeit der etruskischen Könige und der römischen Frühgeschichte eher spärlich sind. Umso umfangreicher sind die Hinterlassenschaften aus der Epoche des Römischen Reiches.
Sie reichen vom fast vollständig erhaltenen Pantheon (gegründet im Jahre 27 v. Chr., wiederaufgebaut zwischen 118 und 128 n. Chr.), dem einzigen erhaltenen Kuppelbau der Antike, bis zum eindrucksvollen Kolosseum (fertiggestellt 80 n. Chr.), dem größten Amphitheater der Antike, das Austragungsstätte von Gladiatorenkämpfen und anderen Schauspielen war. Seit dem Jahre 1999 dient das Kolosseum auch als Monument gegen die Todesstrafe: Immer wenn ein Staat dieser Welt die Todesstrafe abschafft, wird das Kolosseum 48 Stunden lang hell erleuchtet – was aber nur selten geschieht.
In der Stadt findet man neben den antiken Stadtmauern Triumphbögen, einzigartige Kirchen und Paläste sowie große öffentliche Plätze; besonders bedeutend sind das Forum Romanum und die Kaiserforen, ebenso wie die Caracalla-Thermen (erbaut um 217 n. Chr.), die heute als Szenerie für die Opernaufführungen im Sommer genutzt werden, die Katakomben - weit verzweigte unterirdische Anlagen, in denen Christen ihre Gottesdienste feierten und bestattet wurden - und die Engelsburg, die als Mausoleum für den römischen Kaiser Hadrian erbaut und im Mittelalter zu einer Festung ausgebaut wurde.
Im 4. Jahrhundert wurde die Kirche San Paolo fuori le mura gebaut und nach der Zerstörung durch einen Brand im Jahre 1823 wiedererrichtet. Die Basilica San Giovanni in Laterano wurde im 4. Jahrhundert errichtet und im 17. und 18. Jahrhundert im Wesentlichen wiederaufgebaut. Die aus dem 5. Jahrhundert stammende Kirche San Pietro in Vincoli ist im 15. Jahrhundert restauriert worden und beherbergt die berühmte Moses-Statue von Michelangelo Buonarroti.
Weitere bedeutende Bauwerke sind die Piazza Navona mit drei Brunnen (darunter die Fontana dei Quattro Fiumi, ein Hauptwerk des italienischen Bildhauers Gian Lorenzo Bernini), die Piazza del Campidoglio (Kapitolsplatz mit einer Bronzestatue des Kaisers Marcus Aurelius, die im 2. Jahrhundert n. Chr. fertiggestellt wurde), die Fontana di Trevi (ein Barock-Brunnen aus dem 18. Jahrhundert, in den Touristen traditionell Münzen hineinwerfen und sich etwas wünschen) und die Piazza di Spagna mit der berühmten, aus dem 18. Jahrhundert stammenden Spanischen Treppe, die zu der aus dem 15. Jahrhundert stammenden Kirche Santa Trinità dei Monti hinaufführt.
Weitere Sehenswürdigkeiten des christlichen Roms sind über die gesamte Stadt verstreut. Das christliche Zentrum bildet hierbei der nicht zugängliche Staat der Vatikanstadt mit dem Petersdom. Weitere große Kirchen wie die Lateranbasilika, Santa Maria Maggiore, Sankt Paul vor den Mauern befinden sich innerhalb des Stadtgebiets. Die meisten Kirchen sind besonders prunkvoll ausgestattet und enthalten Kunstwerke von unschätzbarem Wert.
Sehenswürdigkeiten des modernen Roms befinden sich eher in den äußeren Bezirken der Stadt, wie zum Beispiel Bauwerke für die Olympischen Sommerspiele 1960, entworfen von Pier Luigi Nervi, einem der führenden italienischen Architekten des 20. Jahrhunderts, aber auch Ehrenmäler und Hochhäuser. Über die ganze Stadt verteilt sind zahlreiche weitere Baudenkmäler, Plätze, Brunnen und Obelisken, welche von großen Künstlern geschaffen und prunkvoll verziert wurden.
- Siehe auch: Aquädukte in Rom, Brunnen in Rom, Kirchen in Rom, Obelisken in Rom und Plätze in Rom.
Sport
Plätze in Rom
In der Stadt gibt es mit dem 1927 gegründeten AS Rom und dem im Jahre 1900 gegründeten Lazio Rom zwei national und international bedeutende Fußballvereine. Beide Vereine tragen ihre Heimspiele im 85.000 Zuschauer fassenden Olympiastadion aus.
Der AS Rom wurde dreimal Italienischer Fußball-Meister, siebenmal Italienischer Fußball-Pokalsieger und gewann einmal (1961) den UEFA-Pokal. Lazio Rom wurde zweimal Meister, viermal Pokalsieger und gewann einmal (1999) den Europapokal der Pokalsieger.
Rom war Austragungsort der Olympische Sommerspiele 1960 und der ersten Paralympics überhaupt. Das Olympiastadion liegt im Norden der Stadt.
Kulinarische Spezialitäten
Paralympics
Rom bietet eine reiche Auswahl an absoluten Qualitätsrestaurants. Das kulinarische Angebot in Rom ist sehr abwechslungsreich und reicht von ausgezeichneter Küche der berühmtesten Köche internationalen Niveaus bis zur typisch römischen Küche mit ihrer Vielfältigkeit, von der jüdischer Küche zur Zubereitung von Schalentieren, von Spezialitäten aus Latium zu ausgezeichneten Fischgerichten, außerdem befinden sich in der Stadt auch zahlreiche Restaurants, die Spezialitäten aus allen fünf Erdteilen bieten.
Typische Gerichte der römischen Küche sind die "coda alla vaccinara", Schwänze junger Rinder in Wein, Tomaten und Pfefferschoten gekocht, oder die "pajata", Kalbsmagen mit Tomatensoße, der "abbacchio alla scottadito" oder die "trippa alla romana", die mit der Zeit immer weiter verfeinert wurden und heute wahre Spezialitäten sind.
Die traditionellen Restaurants der Stadt mit echten römischen Spezialitäten befinden sich überwiegend in Testaccio rund um den früheren Schlachthof. Unter den beliebten Lokalen steht den Pizzerien sicherlich ein Ehrenplatz zu. Sie sind über die ganze Stadt verteilt, aber Trastevere bietet wahrscheinlich das größte Angebot an Pizzerien mit Holzofen. Empfehlenswert sind hier die berühmten flachen römischen Pizzen mit dem knusprigen Rand. Schmackhaft sind auch die Supplì al Telefono, frittierte Reisklößchen gefüllt mit Mozzarella, die Kartoffelkroketten, die frittierten Klippfischfilets, die Kürbisblüten und die Bruschette, getoastete Brotscheiben mit Tomaten, Öl und Knoblauch.
Wirtschaft und Infrastruktur
Supplì al Telefono
Rom ist seit dem 2. Weltkrieg der wichtigste Wirtschaftsstandort in Italien. Seine Wirtschaft basiert auf der staatlichen Verwaltung, sowie dem Fremdenverkehr. Daneben dominieren andere Dienstleistungsbranchen, wie ganz besonders der Einzelhandel.
Als Industriestandort produziert Rom vor allem die traditionellen Industrieerzeugnisse Textilien und Souvenirs für Touristen, sowie die neueren Erzeugnisse wie Nahrungsmittel, pharmazeutische Produkte, Maschinen, Papier- und Metallwaren. Daneben ist Rom wegen des Klimas und der Monumente auch für die Filmindustrie ein wichtiger Standort.
Die Hauptverwaltungen zahlreicher internationaler Unternehmen und Organisationen haben ihren Sitz in Rom. Hierzu zählen unter anderem die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO), der Internationale Fonds für landwirtschaftliche Entwicklung (IFAD), der Welternährungsrat (WFC) und das Welternährungsprogramm (WFP).
Verkehr
WFP
Rom selbst hat zwei internationale Flughäfen, Fiumicino (Leonardo da Vinci) und Ciampino (G.B. Pastine). Der an der Küste gelegene internationale Flughafen Leonardo da Vinci ist einer der geschäftigsten Flughäfen der Welt.
Als zentraler Knotenpunkt des italienischen Eisenbahnsystems verfügt Rom über die Bahnhöfe Roma Tiburtina, Roma Ostiense, Roma Trastevere, Roma San Pietro, sowie den Hauptbahnhof Roma Termini. Mit der Inbetriebnahme der neuen Hochgeschwindigkeitsbahnstrecke nach Neapel in diesem Jahr und dem baldigen Ausbau des Bahnhofes Tiburtina werden Züge, die Rom nur als Durchgangsstation durchfahren, nicht mehr den Hauptbahnhof Termini anfahren.
Rom verfügt über ein gut ausgebautes, aber nur chaotisch funktionierendes ÖPNV-System, bestehend aus Bussen, Tram und U-Bahn. Während die ganze Stadt durch ein System aus Express- und Stadtbussen recht gut erschlossen ist, ist das U-Bahnsystem, mit den Linien A und B, nur mäßig ausgebaut und in den Stoßzeiten vollkommen überlastet, da eine Beschädigung vieler historischer Gebäude und Anlagen durch den Bau der Tunnel befürchtet wurde und wird. Der erste Streckenabschnitt der Metro wurde am 9. Februar 1955 zwischen Termini und Laurentina eingeweiht. Heute fährt sie auf zwei Linien mit einer Länge von 41 Kilometern. Eine Erweiterung der Linie B und eine neue Linie C sind in Bau.
Nachdem zwischen dem 8. Januar 1937 und dem 2. Juli 1972 schon einmal Trolleybusse in Rom fuhren, wurde das System nach einer Unterbrechung von 33 Jahren am 23. März 2005 in der Stadt wieder eingeführt. Die Straßenbahn von Rom nahm am 2. August 1877 den Betrieb auf. Sie verkehrt auf einem 84 Kilometer langen Streckennetz.
Medien
- Tageszeitungen: La Repubblica, Il Messaggero, Il Tempo, Corriere dello Sport, Gazzetta dello Sport (beides Sportzeitungen).
- Fernseh-/Radiosender: RAI TV, Radio Vatikan
Bildung
Rom hat drei staatliche Universitäten: Die Universitá degli Studi di Roma La Sapienza ist eine der ältesten Universitäten Europas (Gründung: 1303) und mit 147.000 Studenten die größte Universität Europas. Die beiden anderen Universitäten sind die Tor Vergata und Roma Tre. Daneben bestehen mehrere katholische Universitäten als Einrichtungen des Heiligen Stuhls bzw. einzelner geistlicher Orden.
Außerdem ist Rom der Sitz der Akademie der Schönen Künste, der Nationalen Akademie für Tanz, der Nationalen Akademie für dramatische Kunst, des Musikkonservatoriums und des Zentralinstituts für die Restaurierung von Kunstwerken.
Söhne und Töchter der Stadt
Siehe: Liste der Söhne und Töchter von Rom
Literatur
- Jansen, D. / Poeschel, S.: Rom. München, 1990.
- Gregorovius, F.: Geschichte der Stadt Rom im Mittelalter vom V. bis XVI. Jahrhundert. München, 1988.
- Neumeister, C.: Das antike Rom. - Ein literarischer Stadtführer. München, 1991.
- Coarelli, F.: Rom. - Ein archäologischer Führer. Freiburg, 1989.
- Titus Livius: Ab urbe condit. Rom, ab 27 v.Chr.
- Kolb, Frank: Rom - Geschichte der Stadt in der Antike. München 1995
- Clemens Bombeck: "Auch sie haben Rom geprägt. An den Gräbern der Heiligen und Seligen in der Ewigen Stadt", Verlag Schnell & Steiner Regensburg 2004 , ISBN 3795416914
Filme
- Roman Holiday (Ein Herz und eine Krone), Regie: William Wyler, 1953
- La dolce vita (dto.), Regie: Federico Fellini, 1960
- Roma (Fellinis Roma), Regie: Federico Fellini, 1972
- Caro diario (Liebes Tagebuch), Regie: Nanni Moretti, 1991
- Gente di Roma, Regie: Ettore Scola, 2003
Partnerstädte
- New York City (USA)
Siehe auch
- Portal und Themenliste Rom
- Römisches Reich
Weblinks
- [http://www.comune.roma.it Offizieller Webauftritt] (italienisch)
- [http://www.die-roemer-online.de/rom/rom.html die-roemer-online Das antike Rom]
- [http://rubens.anu.edu.au/htdocs/bycountry/italy/rome/popolo/ Popolo-Projekt der Australien National University] - 4,3 Gigabyte Bilder zum Thema Rom (englisch)
- [http://www.kirke.hu-berlin.de/ressourc/roma.html Kirke] Rom im WorldWideWeb
- [http://www.gottwein.de/roge/rom_hist.php Römische Geschichte in annalistischer Darstellung]
- [http://www.urlaub-rom.de/ 3 Tage in Rom] - Empfehlungen für Stadtrundgänge
- [http://penelope.uchicago.edu/Thayer/E/Gazetteer/Places/Europe/Italy/Lazio/Roma/Rome/home.html Thayer's Gazetteer of Rome] (english/italienisch)
- [http://rom.antikefan.de Das antike Rom - Geschichte und Bauwerke]
- [http://rome.arounder.com/fullscreen.html Interactive high quality fullscreen QTVR panoramas] - mit Breitband (englisch)
- [http://rome.arounder.com/java.html Interactive high quality fullscreen QTVR panoramas] - ohne Breitband (englisch)
- [http://www.compart-multimedia.com/virtuale/ Rome Virtual Travel] (englisch/italienisch/französisch)
- [http://www.romaculta.it/it/souvenirs.html Historische Fotos von Rom] (italienisch)
- [http://www.discover-rome.de/index_de.html Discover Rome]
- [http://www.euxus.de/rom.html Ein deutscher Reisebericht mit vielen Fotos von 2004]
- [http://formaurbis.stanford.edu/ Stanford Digital Forma Urbis Romae Project - Stadtplan Roms Anfang des 3. Jhdts] (englisch)
- [http://www.italien-inseln.de/italia/latium-lazio/roma/hauptstadt.html Provinz Rom]
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Kategorie:Ort im Latium
Kategorie:Hauptstadt in Europa
Kategorie:Weltkulturerbe
Kategorie: Hauptstadt in Italien
als:Rom
ja:ローマ
ko:로마
simple:Rome
AgesistratosAgesistratos war ein griechischer Mechaniker des 1. Jahrhunderts vor Christus. Sein verloren gegangenes Werk über den Bau von Kriegsmaschinen war die Grundlage für die Arbeiten von Vitruv und Athenaios.
Siehe auch: Antike Griechenland
Agesistratos
Agesistratos
1597
Politik und Weltgeschehen
- 13. Juni: Willem Barents verlässt Nowaja Semlija nach der Überwinterung dort
- Die erste regelmäßige Zeitung, die „Rohrschacher Monatsschrift“ erscheint
- Der Kanton Appenzell wird in das katholische Innerrhoden und das Ausserrhoden geteilt
- 28. Februar: Albrecht Friedrich von Barby und Mühlingen, Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft († 1641)
- 1. September: Johannes Micraelius, deutscher Dichter und Philosoph († 1658)
- 20. November: Theodor Zwinger, Pfarrer und Theologieprofessor († 1654)
- 23. Dezember: Martin Opitz, deutscher Dichter († 1639)
- 2. Februar: Lucas van Valckenborch, belgischer Maler
- 5. Februar: Paul Miki, christlichen Märtyrer in Japan ( - um 1565)
- 16. April: Caspar Cruciger der Jüngere, lutherischer Theologe ( - 1525)
- 20. Juni: Willem Barents, niederländischer Seefahrer ( - um 1500)
- 8. Juli: Luis Frois, portugiesischer Missionar der Gesellschaft Jesu ( - 1532)
- 27. Oktober: Alfonso II. d'Este, Herzog von Ferrara, Modena und Reggio ab 1559 ( - 1533)
- 18. Dezember: Barbara Blomberg, Tochter Karl V. ( - 1527)
- 21. Dezember: Petrus Canisius, Kirchenlehrer, Gegenreformator ( - 1521)
ko:1597년
1801
- 1. Januar: England, Schottland, Wales und Irland vereinigen sich zum Vereinigten Königreich
- 1. Januar: Giuseppe Piazzi entdeckt mit Ceres den ersten Asteroiden
- 18. Januar: Georgien. Der russische Zar Paul I. macht Georgien zur russischen Provinz
- 9. Februar: Zwischen Frankreich und Oesterreich wird der Friede von Campoformio im Frieden von Lunéville bekräftigt; Frankreich erringt die Vorherrschaft in Italien
- 18. März: Gründung des Königreichs Etrurien durch Spanien und Frankreich auf dem Gebiet des Großherzogtums Toskana; Ludwig, der Erbprinz von Parma wird König Etruriens
- 18. März: Frieden von Florenz
- 2. April: Durch Kanonade von Kopenhagen und Vernichtung der im Hafen liegenden dänischen Flotte zwingt England Dänemark zum Austritt aus der Liga der „bewaffneten Neutralität“, was deren Zerfall nach sich zieht
- Der Name Afghanistan ist offiziell zum ersten Mal schriftlich in einem Vertrag verankert
Kultur
- 21. Januar: Uraufführung der Oper Le Grand Deuil von Henri Montan Berton an der Opéra-Comique in Paris
- 27. Februar: Uraufführung der Oper Flaminius à Corinthe von Rodolphe Kreutzer in Paris
- 9. März: Uraufführung des Liederspiels Frohsinn und Schwärmerey von Friedrich Heinrich Himmel an der Hofoper in Berlin
- 14. Juni: Urraufführung Maria Stuart von Friedrich Schiller in Weimar
- 14. Januar: Adolphe Theodore Brongniart, französischer Botaniker († 1876)
- 18. Januar: James Evans, kanadischer Methodist und Amateur-Linguist († 1846)
- 1. Februar: Adolf Fredrik Lindblad, schwedischer Komponist († 1878)
- 17. Februar: August von Voit, deutscher Architekt († 1870)
- 21. Februar: Johann Wenzel Kalliwoda, böhmischer Komponist († 1866)
- 21. Februar: John Henry Newman, Pfarrer und Professor der Theologie in der Kirche von England († 1890)
- 1. März: Henriette Davidis, deutsche Kochbuchautorin, Köchin († 1876)
- 2. März: Andreas Peter Berggreen, dänischer Komponist († 1880)
- 29. März: Georg Christian Friedrich Lisch, mecklenburgischer Altertumsforscher († 1883)
- 10. April: Paul Devaux, belgischer Staatsmann († 1880)
- 12. April: Joseph Lanner, österreichischer Komponist und Violinist († 1843)
- 19. April: Gustav Theodor Fechner, deutscher Physiker und Philosoph († 1887)
- 6. Mai: José Joaquín Pérez Mascayano, chilenischer Politiker († 1889)
- 15. Mai: Joseph Ludwig Raabe, schweizer Mathematiker († 1859)
- 16. Mai: William H. Seward, amerikanischer Politiker und Außenminister der USA († 1872)
- 31. Mai: Johann Georg Baiter, schweizerischer Theologe und Textkritiker († 1877)
- 1. Juni: Brigham Young, Prophet der Kirche Jesu Christi der Heiligen der letzten Tage („Mormonen“)
- 5. Juni: Armand Marrast, französischer Journalist († 1852)
- 16. Juni: Julius Plücker, deutscher Mathematiker und Physiker († 1868)
- 30. Juni: Claude Frédéric Bastiat, Französischer Ökonom und Journalist († 1850)
- 30. Juni: Frédéric Bastiat, französischer Ökonom und Journalist († 1850)
- 4. Juli: Elisabeth Maria, portugiesische Prinzessin, Regentin von Portugal († 1876)
- 5. Juli: David Glasgow Farragut, US-amerikanischen Marineoffizier († 1870)
- 14. Juli: Johannes Peter Müller, deutscher Physiologe und vergleichender Anatom († 1858)
- 23. Juli: Michail Pawlowitsch Bestuschew-Rjumin, russischer Anführer des Dekabristenaufstandes († 1826)
- 27. Juli: George Biddell Airy, englischer Astronom († 1892)
- 29. Juli: Karl von Preußen, Sohn Friedrich Wilhelms III. und Königin Luise († 1883)
- 30. Juli: Napoléon Lannes de Montebello, französischer Staatsmann und Diplomat († 1874)
- 12. August: Carl August von Steinheil, deutscher Physiker († 1870)
- 17. August: Fredrika Bremer, schwedische Schriftstellerin und Führerin der Frauenbewegung († 1865)
- 28. August: Antoine Augustin Cournot, französischer Mathematiker und Wirtschaftstheoretiker († 1877)
- 7. Oktober: Adolf Müller, österreichisch-ungarischer Schauspieler und Komponist († 1886)
- 7. Oktober: Therese Krones, österreichische Schauspielerin († 1830)
- 12. Oktober: Friedrich Frey-Herosé, Schweizer Politiker († 1873)
- 14. Oktober: Joseph Antoine Ferdinand Plateau, Physiker († 1883)
- 18. Oktober: Justo José de Urquiza, Mitglied der argentinischen Oligarchie und vom († 1870)
- 20. Oktober: Melchior Berri, schweizerischer Architekt († 1854)
- 23. Oktober: Albert Lortzing, deutscher Komponist († 1851)
- 25. Oktober: Richard Parkes Bonington, Englischer Maler († 1828)
- 3. November: Joseph Höger, Landschaftsmaler, Aquarellist, Radierer und Lithograph († 1877)
- 3. November: Karl Baedeker, deutscher Verleger († 1859)
- 3. November: Vincenzo Bellini, italienischer Komponist († 1835)
- 4. November: Jacob Ludwig Theodor Reh, deutscher Politiker († 1868)
- 10. November: Samuel Gridley Howe, | | |